
Um Wandlamellen oder Deckenlamellen richtig zu montieren, brauchst du vor allem ein paar einfache Werkzeuge. Grundausstattung sind eine Bohrmaschine mit Holz- und Betonbohrern sowie: Wasserwaage, Bleistift, Maßband, Anschlagwinkel, Schrauben, Dübel und Montagekleber.
Wenn du keine fertigen Wand- und Deckenlamellen nach Maß bestellst, denk auch an eine Holzsäge. So kannst du sie genau auf das gewünschte Maß zuschneiden und die Schnittkante abdecken mit Zierleisten für Lamellen.
Wenn du alles Nötige beisammenhast, kannst du mit der Montage der Lamellen an Wand oder Decke beginnen.
Lege vorher fest, welche Holzlamellen du montieren möchtest. Die wichtigste Option sind Lamellen auf Filzplatte – sie sehen nicht nur schön aus, sondern verbessern auch spürbar die Akustik im Raum.
Egal, ob du streichbare Lamellen– oder ein anderes Deko-Material – an der Wand montierst: Werkzeug und Zubehör brauchst du immer. Ohne sie lässt sich die Arbeit nicht präzise ausführen.
Lamellen mit Kleber, auf Filz oder auf Platte montieren – wofür entscheiden?
Das ist immer eine individuelle Entscheidung. Wenn du dich für dieses Deko-Element entscheidest, kannst du es auf zwei Arten montieren. Lamellen auf Filz lassen sich mit einem speziellen Kleber anbringen. Bereite dafür die Wand- und Deckenflächen gut vor und trage den Kleber sowohl auf den Filz als auch auf die Wand auf. Dann drückst du das Element gleichmäßig an und wartest, bis der Kleber abgebunden hat.
Du kannst die Lamellen auch mit Schrauben und Dübeln befestigen. So gelingt die Montage an der Decke gut. Damit kannst du sicher sein, dass das Material auch nach längerer Zeit genau dort bleibt, wo es montiert wurde – und ersparst dir spätere Korrekturen.
Alternativ kannst du Lamellen mit doppelseitigem Klebeband an der Wand befestigen. Das ist bequem, aber bedenke, dass dieses Montagesystem eine begrenzte Tragkraft hat. Wenn du eine ganze Wand mit Lamellen verkleiden möchtest, nimm klassischen Kleber oder befestige sie dauerhaft mit Schrauben und Dübeln.

Wie montiert man Holzlamellen Schritt für Schritt?
In der Praxis ist die Montage von Lamellen an Decke oder Wand nicht kompliziert. Du musst nur Schritt für Schritt vorgehen. Leg dir vorher das nötige Werkzeug bereit – das erleichtert die Arbeit enorm.
#Schritt 1 – Wand oder Decke vorbereiten
Achte darauf, dass der Untergrund sauber, trocken und eben ist. Löcher spachtelst du zu und schleifst sie glatt. Lamellen halten am besten auf einem glatten, harten Untergrund.
#Schritt 2 – Ausmessen und Anordnung planen
Zeichne mit Bleistift Hilfslinien dort an, wo die Lamellen hinkommen. Achte auf gleichmäßige Abstände – am besten mit Wasserwaage und Abstandsleisten. So vermeidest du Schiefstand und Korrekturen.
#Schritt 3 – Lamellen zuschneiden
Miss Höhe oder Breite genau aus und schneide die Lamellen mit einer Handsäge oder Kappsäge zu. Schneide immer von der Rückseite, damit die Oberfläche nicht beschädigt wird. Prüfe jeden Zuschnitt „trocken“, bevor du klebst.
#Schritt 4 – Lamellen an Wand oder Decke kleben
Trage Montagekleber punkt- oder streifenweise auf die Rückseite der Lamellen auf. Drück die Lamellen einige Sekunden an. Verschiebe sie nicht an der Wand – das kann die Verbindung schwächen. Alternativ kannst du Dübel und Schrauben verwenden. Dann halten Holzlamellen an Decke und Wand wirklich fest.
#Schritt 5 – Lot und Abstände prüfen
Prüfe nach ein paar Stück mit der Wasserwaage, ob sie gerade sind. Korrigiere die Position bei Bedarf, bevor der Kleber abbindet. Mach das am besten laufend, damit du nicht eine ganze Reihe wieder abnehmen musst.
#Schritt 6 – Montage abschließen und Lamellen fest andrücken
Wenn alle Lamellen angeklebt sind, drück sie einige Minuten an, z. B. mit einem Brett und der Wasserwaage. Mit Malerkrepp kannst du sie vorübergehend fixieren. Lass den Kleber dann einige Stunden vollständig trocknen.
Für die Montage von Lamellen auf Platte oder Filz brauchst du weder Spezialwerkzeug noch besondere Fähigkeiten. Ein freier Tag, Grundwerkzeug, Kleber und etwas handwerkliches Geschick genügen – wirklich nur die Grundlagen.
Ob du Lamellen kleben oder andere Wanddeko anbringen möchtest, zum Beispiel Stuck mit Tapete – das schaffst du alles selbst. Halte dich an die Anleitung, nimm dir Zeit und verwende bewährte Materialien. So gelingt dir eine schöne Wand- oder Deckendeko ohne Nachbesserungen.
Lies auch unseren Ratgeber: Wie bringt man Vinyltapete an?
Lamellen an schwierigen Stellen montieren – Schrägen, Ecken und andere Herausforderungen
Denk daran: Die Montage an schwierigen Stellen erfordert Präzision und einen guten Plan. Schrägen, Ecken oder Decken sind eine Herausforderung, die du aber auch ohne Fachmann meistern kannst. Hier ein paar hilfreiche Tipps:
- Unebenheiten nach dem Zuschnitt der Holzlamellen kaschierst du mit speziellen Abschlussleisten;
- wo es auf eine perfekte Optik ankommt, nimm Montagekleber statt Dübeln und Schrauben;
- an unebenen Wänden helfen zusätzliche Vorsatzwände mit Unterkonstruktion aus MDF-Leisten;
- nutze bei der Montage immer eine Wasserwaage, damit die Linien auch an Schrägen gerade bleiben.
In Ecken montierst du die Lamellen im 45°-Winkel. Dann wirkt die Wanddeko nahezu perfekt.
Wie befestigt man Lamellen an der Decke?
Am besten mit starkem Montagekleber oder speziellen Spreizdübeln in der Decke. So kannst du sicher sein, dass die Holzlamellen viele Jahre an der Decke halten, ohne herunterzufallen.
Wie montiert man eine Steckdose in den Lamellen?
Schneide eine passende Öffnung für die Unterputzdose in die Lamellen und befestige die Dose in der Wand hinter den Paneelen; die Kabel führst du durch die Zwischenräume der Lamellen. Schraube die Steckdose an die Dose und drück die Leisten auf beiden Seiten an, damit alles sauber kaschiert ist.
Wie bringt man einen Spiegel an Lamellen an?
Verwende spezielle Montagebänder oder Spiegelkleber – trage sie auf die Rückseite des Spiegels auf und drück ihn an die erhabenen Teile der Lamellen. Ist der Spiegel schwer, ergänze punktuelle Befestigungen zwischen den Lamellen, die in die Wand geschraubt werden.